Orthopädische Privatpraxis, Dr. med.univ. V. Voracek

Sehr geehrte Besucher oder Besucherin

 

Wir sind eine private orthopädische Praxis mit folgenden Schwerpunkten:

  • Rückenschmerzen
  • Bandscheibenprobleme
  • Haltungsschäden
  • Gelenkschmerzen
  • Arthrosen
  • Muskelprobleme
  • Verspannungsbeschwerden
  • Überlastungsschäden
  • Nervenirritationen
  • Bein- und Fußprobleme
  • Sehnenverletzungen
  • Wirbel- und Gelenkblockaden
  • Schmerzen durch Stoffwechselprobleme
  • Osteoporose
  • Sportorthopädische Problematik

Praxisphilosophie

 

Die Entwicklung des Menschen und seiner Anatomie war und ist seinen geistigen Bedürfnissen und Zielen unterworfen

Die Form ist genetisch vorgegeben, ebenfalls die basale motorische Anlage, jedoch können Einflüsse auf das Gehirn während dessen Reifung oder Entwicklung zu Fehlbildungen mit anschliessenden motorischen und psychischen Fehlsteuerungen führen. Sehr gut zu erkennen bei Patienten mit perinatalem Gehirnschaden (Zerebralparese) bei denen es anschließend zu verschiedenen anatomischen Fehlbildungen (Gelenke, Knochen, Muskelausbildung, Sehnen- und Muskelansätze) kommt. 

 

Etwas Ähnliches geschieht auch bei s.g. primär Gesunden im Laufe des Lebens, jedoch verläuft dies viel subtiler ohne das wir es gleich erkennen, es sei denn, wir erleiden eine akute Erkrankung oder Verletzung. Unsere Lebensweise, Ernährung, Beruf, Schule und Sport induzieren im Laufe des Lebens diverse Anpassungen an unserer Anatomie, bei Funktionen, in der Psyche und im Stoffwechsel, welche früher oder später das Maß der physiologischen Ordnung überschreiten.

 

Diagnostisch ist die Erkennung komplexer Ursachen ist zeit- und kostspielig und weist vielfälltige Grenzen auf. So führten Erkenntnisse zunächst zu empirischen Maßnahmen, welche im Zuge wirkungsvoller Auslese, sich zu selektiven Methoden differenzierten. 

Folgerichtig erklären wir dann Vorgänge komplexer Erkrankungen mit Prozessen welche auf niederer Stufe liegen; genauer, dass das, was einem Ganzen geschieht (Makrozustand), durch die Anordnung seiner Struktur und die funktionelle  Wechselwirkung seiner Teile (Mikrozustände) sich erklärt und damit eine Kausalität begründet.

 

Es zeigt sich jedoch, dass die Wechselbeziehung der Einzelprozesse nicht schlicht linear logisch verlaufen, da die offene inhomogen organisierte Komplexität des biologischen Körpers ihre bedarfsbezogene Zuständlichkeiten variiert und somit variable Diagnosen und Therapien erfordert.

 

Es ist leicht durch reduktionistische Erklärungen die Hoffnung zu erwecken alles erklären zu können, jedoch sollten wir realistisch zur gegebenen Zeit unsere Möglichkeiten betrachten und Modelle benutzen, die in ihrer Simplizität uns den Blick für das Ganze nicht aus den Augen verlieren lassen. 

Dabei wird das Ursachen-Wirkprinzip nur so weit zurückverfolgt, bis die gesellschaftliche Erwartung erfüllt und die selbstbedingende beidseitige existenzielle Abhängigkeit gewahrt wird und sich dabei nach außen hin, als ein periodisch-gesetzmäßig kalkulierbarer Wechsel von Gesundheit und Krankheit, darstellt.

 

Um dies zu bekräftigen und Krankheiten ökonomisch kalkulierbar zu machen, wird dies politisch in ein komplexes Einzelschrittsystem gezwängt, und die eigentlich komplexe medizinische Tätigkeit entwürdigt und in Einheiten separiert welche eine systemische Diagnose und Therapie konterkariert.

 

Zunehmend erzeugt diese Diversifizierung eine Schere zwischen dem Aufwand, den therapeutischen Ergebnissen und der Erwartungshaltung, so dass wir uns fragen müssen, ob der praktizierte morphologisch-chemischer Reduktionismus eine ausreichende Basis für unser therapeutisches Vorgehen bietet und die Mediziner gewollt oder ungewollt zu Handlangern politisch-ökonomischer Trukturen werden und ihre hypokratische Berufung nicht mehr erfüllen.

 

Strukturell-chemische Untersuchungen sind leicht zugänglich, und Veränderungen darin kommen unserem existenziellem Verständnis am nächsten. 

Die Erweiterung dieses Denkmodels durch komplexer geschaltener Modelle ist jedoch aufwendiger und erschöpft primär die ökonomischen Möglichkeiten der gesetzlichen Gesundheitssysteme. 

Bedenkt man jedoch, dass die erzielbare langfristige Effizienz durch kausal-nahe Therapie zunimmt, sollte dies langfristig zur Kostensenkung führen, v.a. weil durch den Wohlstand und durch die „Überalterung“ der Gesellschaft die langfristigen Probleme eher zunehmen werden.

 

Es erscheint mir daher als nur all zu logisch, die meisten orthopädischen Krankheitsbilder in einem entropischen Kontext von Struktur, Funktion, Metabolismus, Immunologie und Psyche zu sehen und diese auch so therapeutisch anzugehen.

 

Die Orthopädie entwickelte sich in letzten 3 Dekaden vor allem zu einem Invasiven, also operativem Fachgebiet. Verbesserte morphologische Diagnostik und Operationstechniken versuchen ein anatomisches Equivalent als Ursache für Beschwerden darzustellen. Gleichzeitig werden operative Therapien von den Kassen und Versicherungen höher honoriert als konservative Behandlungen, und dazu durch ein Punktesystem gedeckelt. Dies führt u.a. auch zu einem unnötig hohem Operationsaufkommen und dadurch gesteigerten Kosten und Beiträgen. Somit wurde viel Geld in die Entwicklung von Operationstechniken investiert und dabei wurde die Entwicklung der konservativen Therapien vernachlässigt. Entsprechend dem entwickelte sich auch die Weiterbildung und Orientierung der Ärzteschaft hinsichtlich der Therapien.

Obwohl heute klar ist, dass bessere konservative Maßnahmen Operationen und die Kosten reduzieren würden, fällt es den Kostenträgern und Politikern schwer den entmündigten Patienten aus dieser selbstkreierten Kostenschlinge zu befreien und den Menschen durch Mitverantwortung an der eigenen Gesundheit partizipieren zu lassen.

 

Mein diagnostisches und therapeutisches Vorgehen setze ich aus vielen Gesichtspunkten zusammen.

Neben der radiologischen Untersuchung (Röntgen, MRT, CT, Szintigraphie im Haus), untersuche ich Bewegungs-, Funktions- und Haltungsmuster (optische 3D-Vermessung, Ganganalyse, Muskelfunktionsdiagnostik), sowie die metabolischen Zustände der unterschiedlichen Gewebe (auf der Basis elektrometabolischer Zustandsgrößen), welche die Ursache oder als Folge der Beschwerden sein können, und ergänze dies durch eine Labordiagnostik. 

Meist ergibt sich dann ein Gesamtbild, in dem die spezifische Pathologie eingebetet liegt und es daher neben einfachen-, auch vielschichtigere Therapieansätze erfordert. Selten sind orthopädische Behandlungen Einmalanwendungen, sondern erfordern wiederholende Behandlungen, da die Pathologie in Haltungs- und Bewegungsstereotypen und metabolischen Zuständen fixiert ist. Daher muss die Therapie ursachenbezogener angegangen werden um einen langfristigen Therapieerfolg zu erzielen.